auftrag medien. alles inklusive.

von Till Frommann







Samstag, 14. Juli 2007

Gestern ist Freitag, der 13. gewesen. Gut, dass ich nicht aberglubisch bin, denn hchst wahrscheinlich wird gestern nichts passiert sein. Ob wirklich nichts geschehen ist (und ob dies womglich ein Fernsehtagebucheintrag aus dem Jenseits ist) kann ich nicht sagen, weil heute fr mich (in Echtzeit!) Montag, der 9. Juli ist. Alles vorproduziert. Alles eine Lge mit dem Datum.

In dieser Woche habe ich nmlich vier Tage lang ein Seminar ber Gerichts- und Polizeijournalismus gehabt. Oder werde gehabt haben. Und deswegen habe ich viel vorproduzieren mssen fr dieses Fernsehtagebuch. Ob es gut gewesen ist? Keine Ahnung. Denn, wie gesagt, heute ist fr mich Montag, und das Seminar fngt morgen an. Oder, je nach Blickrichtung, vor vier Tagen. Und habe ich nicht schon einmal ber dieses Zeitparadoxon geschrieben? Alles wiederholt sich. Ist halt so.

Man muss nur die Blickrichtung ndern, und schon stellt sich alles auf den Kopf. Und die Welt wird enger mit jedem Tag.

Den Film „Solaris“ (Vox, 20 Uhr 15 und 1 Uhr 50) habe ich noch nie gesehen. Die Buchvorlage von Stanislaw Lem ist, natrlich und furchtbar trivial, diese Feststellung, in der Vergangenheit geschrieben worden und behandelt (denn es ist ein Science Fiction) die Zukunft. In der Verfilmung geht es um eine Forschungsstation in der Umlaufbahn des Planeten Solaris und tote Menschen, die pltzlich wieder erscheinen. Sagt meine Programmzeitschrift. Wahrscheinlich werde ich sowieso wieder nicht dazu kommen, den Film zu sehen. Wieder einmal leider.