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von Till Frommann







Mittwoch, 6. Juni 2007

Es fällt mir ausgesprochen schwer, nicht zynisch zu werden. Wie ein Schutzschild ist es, sarkastisch zu sein, selbstironisch und immer so zu tun, als sei es mir egal, wie was in meinem Leben abläuft. Distanz durch Humor – aber nicht diese Woche. Diese Woche möchte ich versuchen, nicht zynisch zu sein, zumindest hier in diesem Fernsehtagebuch.

Die beste Sendung, um zu üben, nicht zynisch darauf zu reagieren, ist natürlich „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ (RTL, 19 Uhr 40). Keine Witze darüber, viele Menschen mögen die Handlung, die Schauspieler, das werktägliche Gefühlsdurcheinander.

Wenn ich mir in dieser Woche die Dailysoap anschauen würde, würde ich natürlich nur die erste Hälfte – die „guten Zeiten“! – ansehen. Das ist wie bei „Krieg und Frieden“. Dort würde ich bis Sonntag nur den zweiten Teil lesen. Diesen Witz habe ich geklaut, ich weiß nur nicht mehr, von wem.