Heute läuft ein richtig guter Film, obwohl ich mich eigentlich nicht traue, ihn als richtig guten Film anzupreisen. Vielleicht sollte ich etwas weiter ausholen, um mich zu rechtfertigen.
In meiner Kindheit mochte ich Filme über Außerirdische. In meiner Jugend auch. Und jetzt? Nun gut. Ich mag immer noch Science-Fiction-Filme. Was bitte ist so schlimm daran? Na?
Na also.
In meiner Kindheit mochte ich jedoch auch Bud Spencer. Super Sprüche, die er losgelassen hat. Super Filme, in denen er mitgespielt hat. Und, okay, eine super Handlung hatten die Haudrauffilme natürlich nicht.
Eine gute Kombination zwischen Außerirdischen und Bud Spencer ist der Film “Buddy haut den Lukas” (Kabel 1, 20 Uhr 15). Und ja, ich bin nostalgisch: Wahrscheinlich ist der Film total bescheuert, und ich mag ihn nur, weil er mich an meine Kindheit erinnert.
Ein weiterer Lieblingsfilm von mir ist “Zurück in die Zukunft 2”, obwohl darin weder Außerirdische noch Bud Spencer vorkommen.
Dienstag, 26. Juni 2007
Kolumne: Schnell, schnell, schnell, schnell, schnell
Natürlich wäre es sehr schön, wenn ich den Kugelschreiber noch schneller über meinen Notizblock kreisen lassen könnte, noch rascher etwas aufschreiben könnte. weiter
Montag, 25. Juni 2007
Es ist also wieder einer dieser Montage. Aufstehen. Arbeiten. Abendessen. Alles alltäglich. Im Fernsehen läuft “Wer wird Millionär?”. Alles ist wie immer. Es ist also wieder einer dieser Montage.
Ich habe bisher erst eine Folge von “Primeval” gesehen, das ist diese neue Serie auf Pro Sieben, aber die Folge war richtig gut. Gute Unterhaltung. Und das an einem dieser Montage. Ich werde sie mir noch ansehen, die verpassten Teile, ganz bestimmt. Dinosaurier. Ein Zeitportal. Action. Krach. Anspruchslosigkeit. Genau das Richtige – ja, so sollte sie sein, diese anspruchslose Montagabendunterhaltung zum Nichtweiterdrübernachdenken.
Montage können richtig schlimm sein, aber das Montagabendfernsehprogramm ist richtig gut. Niveaulos, wie es sein sollte an Tagen wie diesen. An Wochenanfängen. An denen man nur abgehackt denken und abgehackt schreiben kann.
Sonntag, 24. Juni 2007
Der Sparten-Zeichentricksender “Toon Disney” ist seltsam. Gut, eigentlich ist er meist eine Abspulstation von den diversesten Disneyserien und deshalb eher langweilig. Aber heute? Heute ist das Programm seltsam. Sehr seltsam.
In sechs Monaten ist Weihnachten. Womöglich Schnee – zumindest, wenn die Klimakatastrophe bis dahin beseitigt ist. Geschenke. Schöne bis unschöne Weihnachtsstimmung bei den Familienfeiern. Ja, das ist alles nur noch sechs Monate weit entfernt.
Heute feiert “Toon Disney” genau das: Weihnachten in nur noch sechs Monaten. Hat Weihnachtsfolgen von “Kim Possible”, “Captain Buzz Lightyear”, “Darkwing Duck” aus dem Archiv gekramt. Die spinnen doch bei Disney. Und darauf ein dreifaches Ho, ho, ho.
Hintergrund: Besuch eines alten Hauses
Das Haus könnte ein so schönes Gebäude sein: Im Treppenhaus gedrechselte Geländerstäbe. Im Bad eine wunderbar altertümliche, frei stehende Badewanne, vielleicht aus den Dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts – ein Design, das heutzutage im Zuge der Retrowelle (welcher auch immer!) wieder angesagt ist. Im ersten Stock: Ein sonniger Durchgang in einen anderen Gebäudeteil mit vielen Fenstern in Blickrichtung auf den efeubewachsenen Hof. weiter
Ein Interview mit mit dem Architekturprofessor Ulrich Hamann aus Kaiserslautern. Studenten von ihm entwickeln zurzeit Entwürfe, wie man das Gebäude neu gestalten könnte. weiter
Samstag, 23. Juni 2007
Das Schönste an Samstagen ist es, einfach einmal ausschlafen zu können. Heute habe ich über zehn Stunden geschlafen. Das habe ich mir verdient. Arbeit macht nämlich müde.
Das Schwierigste daran ist es, nicht mehr Student sondern Arbeitnehmer zu sein, sich nach der Arbeit zu entspannen. Das hatte ich nicht hinbekommen, weil ich danach meistens noch so aufgekratzt, voller vermeintlich vorhandener Energie war. Und dann habe ich noch dies gemacht. Und dann habe ich noch das gemacht. Und entspannend war das dann natürlich nicht. Aber jetzt bin ich sowas von entspannt, das glaube ich selbst nicht.
Das Schlimmste an Samstagabenden wie diesen ist mit Sicherheit “Wetten, dass …?”, heute live aus Palma de Mallorca. Ein “Sommergedöns-Liveblogging” dazu gibt es im Weblog von Stefan Niggemeier.
Freitag, 22. Juni 2007
Die Tauben werden immer frecher! Nicht nur, dass sie meinen Balkon als öffentliche Toilette zweckentfremden würden – nein, daran habe ich mich wirklich schon gewöhnt. Ich nehme jetzt immer 20 Cent pro Nutzung und habe dadurch einen lukrativen Nebenjob gefunden. Bald werde ich richtig reich sein dank ihrer Verdauung.
Jetzt bombardieren sie den Balkon auch noch mit Eiern. Was habe ich ihnen eigentlich getan, ich bin so ein netter Mensch. Oder hatten sie einfach gerade einmal keine 20 Cent dabei und werden sich gedacht haben: “Ach, so ein Ei wird ungefähr den selben Wert haben”? Wie wirtschaftlich denken eigentlich Tauben?
Heute läuft – passenderweise! – um 20 Uhr 15 auf dem NDR die Sendung “So ´n Schiet!”, die natürlich wieder einmal nichts mit den Tauben, dem kapitalistischen Wert eines Eis und mir zu tun hat. Vielmehr geht es um die “miesesten Jobs von damals”. Das hat nun wirklich nichts mit mir zu tun, denn weder habe ich damals gelebt, noch habe ich einen miesen Job.
Anscheinend dreht sich die Welt leider nicht immer um mich. Schade eigentlich. Dabei bin ich so schön egozentrisch.
Donnertstag, 21. Juni 2007
Seitdem ich meinen Volontärsvertrag unterschrieben habe, fühle ich mich frei. Eine riesige Last ist von mir gefallen. Nachdem ich etwa ein Jahr lang versucht hatte, mich als freiberuflicher Journalist durchzuschlagen, bin ich beruhigt, nun pauschal pro Monat bezahlt zu werden und nicht mehr Klinken putzen zu müssen, um möglichst viele Aufträge zu erhalten, damit ich vom Honorar leben konnte – und nicht hauptsächlich vom Hartz-IV-Geld.
Endlich frei!
Die Hauptperson der lohnenswerten Serie “Prison Break“ hingegen freut sich, endlich eingebuchtet worden zu sein – denn der Freiheitsverweigerer hatte sich schnappen lassen, um in demselben Gefängnis wie sein Bruder eingebuchtet zu werden. Ausgestattet mit einem Gebäudeplan in Form eines verschlüsselten Tattoos auf seinem Rücken hat er alles durchdacht, wie er wieder fliehen könnte. Mit seinem anscheinend zu Unrecht zum Tode verurteilten Bruder. In die Freiheit.
Ab heute 22 Uhr 15 auf RTL – oder gratis hier.
Aber was ist das schon – Freiheit?