Süß, wie der kleine Mann vor dem Zeitschriftenregal auf und ab springt. Ich beobachte ihn schon seit etwas mehr als fünf Minuten, und er erinnert mich entfernt an einen possierlichen Laubfrosch. Ich schaue mir das noch ein wenig länger an, weil ich erstens nichts anderes zu tun habe und ich mich zweitens gut unterhalten fühle. weiter
Kolumne: Weshalb der längste Mensch der Welt in Liechtenstein wohnte
TV lokal (7): “Richterin Barbara Salesch”
Meistens geht es um Ehekrach, Nachbarschaftsstreitereien, Mord und Totschlag: Die Fernsehrichterin Barbara Salesch urteilt von Montag bis Samstag über teils seltsame Verbrechen mit ungewöhnlichen Konstellationen. weiter
Hintergrund: Auge in Auge mit dem Tod
Auf dem Arbeitstisch von Malte Seehausen liegt ein großes, leicht angegilbtes Plakat. “Glasgebisse für Thierköpfchen in allen Größen liefere ich billigst und sende Muster gratis”, wird offeriert. Außerdem ist eine Liste aufgeführt, zu welchem Preis der Anbieter “künstliche Glas-Augen für Vögel und Thiere” verschickt. Seehausen hat vor, dieses historische Fundstück als Wanddekoration zu nutzen. An seinem neuen Arbeitsplatz im Landesmuseum. weiter
Kritik: Minimalzuschauerdienst
Der Fernseher bleibt ausgeschaltet. Für immer und ewig. Noch ist das Fiktion. Doch dieses mörderische Medienmassaker könnte schneller kommen, als die Fernsehsender eine neue Serie absetzen können. Was nicht erst seit neuestem sehr schnell geht. Denn genau das ist das Problem: dass die Verantwortlichen ihre Zuschauer zum Verzicht erziehen, indem sie inkonsequent, irrational und irritierend irrlichtig handeln. weiter
Lokales: Überfall auf einen Sehbehinderten
Eine Armbanduhr trägt Thomas Kubisch nicht, meistens orientiert er sich an den Glockenschlägen der Sankt-Marien-Kirche in Biebrich. Er wohnt ganz in der Nähe, deshalb ist das eine gute Hilfe für ihn. “So weiß ich immer, in welcher Zeit ich lebe”, erklärt er. “Aber in welcher Zeit lebt man schon?” weiter
Kolumne: Bitterböse. Rußig. Schwarz.
Peinliche Erlebnisse, die man aber irgendwie doch erzählen möchte, schiebt man meistens einem fiktiven Freund in die Schuhe. Also. Bei einem guten Freund von mir rief neulich die Vermieterin an. weiter
Kolumne: Autodidaktik im Autobus
Woran liegt es eigentlich, dass mich die Menschen so komisch und leicht verwundert anschauen? Es muss daran liegen, dass ich kein Auto besitze – auf diese Antwort bin ich nach langen und sehr intensiven Überlegungen gekommen, und deshalb muss diese Antwort auch zutreffend sein. weiter
Lokales: Kosmetikkurs für Krebspatientinnen
Nein, mit dieser positiven und ausgelassenen Stimmung hätte man an diesem Ort definitiv nicht gerechnet. Bei solch einem Kurs, schätzte man zunächst ein, herrsche doch sicherlich eine angespannte, traurige und missmutige Atmosphäre auf Grund der gesundheitlichen Probleme der Teilnehmerinnen. weiter