auftrag medien. alles inklusive.

von Till Frommann







Dienstag, 22. Mai 2007

Gut, dass man nicht weiß, was einen morgen erwartet, man würde nicht aus dem Bett aufstehen wollen vor lauter Alltäglichkeit, die einen schon im Vorfeld angrinst. Dabei sind es doch die kleinen Dinge und nicht die großen Ereignisse, die den Alltag großartig machen.

Heute läuft um 20 Uhr 15 der großartige Spielfilm „Frequency“ auf Kabel 1, in welchem ein Vater, der bereits vor dreißig Jahren gestorben ist, mit seinem Sohn per Funkgerät Kontakt aufnimmt – Signale aus der Vergangenheit direkt in die Gegenwart. Eine Gesprächsverbindung, die nicht einmal die Deutsche Telekom erklären könnte, aber das Großunternehmen scheint ja nicht einmal durch seine eigenen Tarife durchzusteigen. Und wie war das noch gleich mit dem Service?

Und schon passiert das, was nicht passieren sollte: Der Sohn versucht, die Vergangenheit und den Tod seines Vaters ungeschehen zu machen. Zukunft. Vergangenheit. Gegenwart. Alles entweder bereits geschehen, gerade für einen ganz, ganz kurzen Augenblick augenscheinlich oder noch gar nicht passiert.

Und alles, was ist, dauert drei Sekunden. Eine für vorher, eine für nachher, eine für mittendrin.

Nein, ich möchte gar nicht wissen, wie alltäglich meine Zukunft – oder schon der nächste Tag! – sein wird. Ich möchte genießen, wie es ist und mir (ja, das ist kitschig, aber so ist es nun einmal) nicht die Vorfreude nehmen lassen.