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von Till Frommann







Samstag, 21. April 2007

Ich gebe zu, dass ich auf vielen Gebieten uerst untalentiert bin. Man knnte mich in vielen Fllen und bei vielen Gelegenheiten als Versager bezeichnen, so hart das auch fr mich klingen mag. Andererseits: Ist nicht jeder auf diversen Gebieten ein Versager? Trottelig bin ich hin und wieder auch.

Nun gut, genug der Selbsterniedrigung – andere Dinge kann ich andererseits nmlich richtig gut, und ich hoffe immer wieder, dass das alle minderwertig ausgeprgten Fhigkeiten einigermaen ausgleicht.

Weil ich ganz und gar nicht gut singen kann, hatte ich meine Schwierigkeiten, Freunde von mir zu einem Karaokeabend zu berreden. Ich hatte so ungefhr zwei Jahre damit verbracht, sie zu fragen, ob sie denn nicht, und warum denn nicht, und es wre doch ganz bestimmt ganz lustig, und Karaoke htte doch auch viel damit zu tun, bewusst in der ffentlichkeit zu scheitern. Aber es hatte keinen Sinn, und so bte ich ganz fr mich allein immer und immer und immer wieder das Lied, mit dem ich meinen groen Auftritt haben wollte – nmlich „Bohemian Rhapsody“ von Queen.

Durch Zufall hatte es sich dann doch ergeben, sich mit Freunden bei einem Karaokeabend der kritischen Masse auszusetzen. Zwei Lieder gesungen, beim ersten ausgebuht, beim zweiten berschwnglich gelobt worden. Ein gutes Ergebnis, fand ich.

Heute luft wieder einmal „Deutschland sucht den Superstar“, eine der meistgesehenen Karaokesendungen des deutschen Fernsehens. Gut, das Niveau ist deutlich hher als in einer dieser blichen Karaokekaschemmen. Aber eines ist dieser voyeuristische Kram in der Tat – nmlich das ffentliche Zurschaustellen vom Versagen. Und das sehen wir doch alle sehr gerne, nicht wahr?