auftrag medien. alles inklusive.

von Till Frommann







Sonntag, 15. April 2007

Und überhaupt ist der Sonntag ein ganz schöner Tag: Man kann bis wasweißichwann rumgammeln, kann sinnlos seine Zeit vertrödeln, so lange an die Wand starren, bis sie die Farbe wechselt oder, jaja, fernsehen.

Am Abend ist es dann jedoch so, dass – klischeehaft ausgedrückt – die Erinnerung kommt. Dass man am Montag (verdammt!) wieder früh aufstehen muss. Nix mehr mit Rumgammeln, das gibt es erst wieder in fünf Tagen.

Anscheinend hat Vox an genau diese Das-also-war-das-schöne-Wochenende-Stimmung gedacht, als der Sender auf 23 Uhr den Dokumentarfilm „Der Untergang der Welt“ gelegt hat. Darin werden vier mögliche Szenarien vorgestellt, wie das hier alles enden wird. Mal überlegen.

Möglichkeit Nummer 1: Godzilla pupst so viel Kohlendioxid aus, dass die gesamte Menschheit auf einen Schlag ausradiert wird.

Möglichkeit Nummer 2: Dämonen kämpfen um die natürlichen Ressourcen der Welt und machen vor nichts halt. Ach nein, Moment, das hört sich ein bisschen nach dem Mist an, den ich mir gestern nicht im Fernsehen angesehen habe.

Möglichkeit Nummer 3: Windows Vista gibt zeitgleich bei allen Usern mit einem Ausnahmefehler den Geist auf. Darauf folgt ein Massenselbstmord, weil wieder einmal nicht oft genug zwischengespeichert wurde und die Arbeit von sieben Stunden vernichtet war.

Möglichkeit Nummer 4: Ein riesiger Putzroboter aus einer fernen Galaxie nimmt die Mülltrennung zu ernst. Und ist auf der Erde eigentlich ein Grüner Punkt?

Wahrscheinlich wird es jedoch wieder auf Tsunamis, einen Asteroideneinschlag, einen Supervulkan oder einen atomaren Weltkrieg hinauslaufen. Wie langweilig.